Eröffnung des Museumscafes

Eröffnung des Museumscafes im Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz

Großer Bahnhof am 30. August 2019 im Egerland-Kulturhaus

Unter Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen konnte der Oberbürgermeister von Marktredwitz und Vorsitzende der Egerland-Kulturhausstiftung Oliver Weigel das neugeschaffene Museumscafe seiner Bestimmung übergeben. In seiner Ansprache ging Herr Weigel auf die Motivation ein, die „Egerland-Stuben“ zu schließen und ein Museumscafe einzurichten. Die Räumlichkeiten beinhalten nun neben dem sehr hellen und freundlichen Cafe die Museumskasse und einen Museumsverkauf mit egerländer Lektüre, Tonträger und Schmuck.

Bundesvüarstäiha Volker Jobst begrüßte ebenfalls die Gäste, die zahlreich in das Cafe kamen. Besonders schön war, dass sich zahlreiche Mitglieder des Bundesvorstandes und des Stiftungskuratoriums in ihrer Egerländer Tracht einfanden.
Besonders begrüßt wurden:

Alt-Oberbürgermeisterin Dr. Seelbinder, Landrat Dr. Döhler, Martin Schöffel, MdL, der Vorsitzende des Kuratoriums der Egerland-Kulturhaus-Stiftung Dr. Hamperl, die Mitglieder des Kuratoriums, die Stadträte und Bürgermeister die nicht dem Kuratorium angehören, der Geschäftsführer der Euregio-Egrensis Herr Ehm, Herr Fischer vom Planungsbüro, Alfred und Jutta Baumgartner aus Linz, der Vorsitzende des Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland Alois Rott und Vertreter der Presse.

Nachfolgend einige Ausschnitte aus der Begrüßung durch Volker Jobst:

Der Bund der Egerländer ist sehr stolz auf das Egerland-Kulturhaus. Die Idee zu einem „All-Egerland-Kulturhaus“ geht zeitlich bis in die letzten 1950er-Jahre zurück. Die nachfolgenden Jahre des Bundes der Egerländer Gmoin waren geprägt von hochkarätigen Egerlandtagen, der 900-Jahr-Feier der Stadt Eger 1961, zahlreichen Gmoigründungen im vorwiegend süddeutschen Raum und von zahllosen Beschluss- und Planungsversammlungen zur Errichtung des Egerland-Kulturhauses. Stellvertretend für alle damals maßgeblichen Personen, Institutionen, Behörden und Einrichtungen nenne ich heute nur den Oberbürgermeister Dr. Leonhard Holzberger, Bundesvüarstäiha Ernst Bartl, Bundesminister Dr. Hans Seebohm und den örtlichen Gmoivüarstäiha Horst Süßner. Die Grundsteinlegung erfolgte 1969 und die Einweihung zum Egerlandtag 1973. Unsere Egerländer Landsleute hatten bis dahin viele Hunderttausend Mark für den Neubau gespendet.
Der Egerlandtag damals im September 1973 wurde von 55.000 Egerländern und interessierten Bürgern besucht. Otto von Habsburg sowie der bayerische Ministerpräsident Dr. Goppel und der Staatsminister Fritz Pirkl gaben sich unter vielen anderen die Ehre.

25 Jahre blieb das Egerland-Kulturhaus in den Formen wie 1973 eröffnet. Bis dann in den 90er-Jahren das Erfordernis der Erweiterung und Modernisierung des Egerlandmuseums erkannt und von den damaligen Entscheidungsträgern beschlossen wurde. Mit damals schon großen Förderungen durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern konnte beim Egerlandtag 1997 bereits der Erweiterungsbau eingeweiht werden.
Nun erfolgte in den letzten Jahren die energetische Sanierung des nahezu gesamten Gebäudes und eben die Veränderung der Gastronomie hier im Haus. Unsere, über Jahrzehnte liebegewonnene, „Egerland-Stuben“ wurden geschlossen und zu einem Museumscafe mit Museumskasse und Museumsshop umgebaut. Sehr modern und sehr schön, wie ich finde. Wohlwissend, dass diese Entwicklung nicht jedem gefällt, war es aber eine erforderliche und gemeinsame Entscheidung in Stiftungsvorstand und Stiftungskuratorium. Eine Entscheidung, zu der der Bund der Egerländer Gmoin auch steht.

Wollen wir aber bei aller Freude über die neugestalteten Räumlichkeiten einiges nicht vergessen:
Wir Egerländer haben uns bei vielen Veranstaltungen hier im Haus, auch in den „Egerland-Stuben“, sehr sehr wohl gefühlt. Getagt wurde in der Regel in den Sälen; gut gegessen und zünftig getrunken wurde dann auch in den „Egerland-Stuben“. Klar war aber auch, dass nur die Umsätze der Egerländer alleine das Jahr über keinem Wirt zum Leben reichen würden. Die Umsätze wurden weniger und im Gegenzug wurden aber Investitionen in die Ausstattung immer notwendiger. Auch dies erläuterte bereits unser Oberbürgermeister.

Wir hatten in den „Egerland-Stuben“ über die 40 Jahre des Bestehens sehr engagierte Wirtsleute. Alle wie sie waren, haben sie sich zum Wohl der Gäste und der Nutzer des Egerland-Kulturhauses nahezu unermüdlich eingesetzt. An dieser Stelle möchte ich den Unternehmern danken, die sich in den „Egerland-Stuben“ engagiert haben. Auch wenn heute, so denke ich, keiner von jenen hier anwesend ist, werden manchen von uns ihre Namen noch in Erinnerung sein: Familie Probst, Herr Schultes, Familie Spörrer, Familie Hüttl und zuletzt Familie Plachy. Ich hoffe niemanden vergessen zu haben.

Nun schauen wir aber nach vorne und ich freue mich sehr über die geschmackvollen Bilder an den Wänden und die sehr zeitgemäße Einrichtung in diesem Cafe. Herr Fischer, auch Sie haben sehr gut mit uns zusammengearbeitet und viel dazu beigetragen, dass wir nun heute dieses Ergebnis sehen können.

Der Bund der Egerländer Gmoin dankt der Stadt Marktredwitz, dass sie das Cafe zunächst in ihrer Regie betreibt. Dem Personal des Cafes und den verantwortlichen Personen wünsche ich viel viel Erfolg in ihrem Wirken. Der BdEG wird sein Möglichstes dafür tun, damit das Cafe mit Leben und Gästen gefüllt und damit der nötige Umsatz erbracht wird. Es wäre sehr in unserem Sinne, wenn die Öffnungszeiten des Cafes über die Öffnungszeiten des Egerlandmuseums hinausgehen würden.

Der Bund der Egerländer bedankt sich bei allen, die sich für das Gelingen unseres gemeinsamen Vorhabens eingesetzt haben. Allen voran und stellvertretend gilt mein Dank dem Vorsitzenden der Egerland-Kulturhausstiftung und Oberbürgermeister von Marktredwitz Oliver Weigel, dem Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums Dr. Wolf-Dieter Hamperl sowie den Mitgliedern des Kuratoriums und dem Geschäftsführer der Egerland-Kulturhaus-Stiftung Lothar Friedmann.

Freuen wir uns auf noch viele weitere Begegnungen in unserem Egerland-Kulturhaus. In den Sälen und Räumen, im Egerlandmuseum, in der Kunstgalerie, in der Studienbücherei, in den Büros und möglichst auch entspannt im Museumscafe! …

Bitte berücksichtigten Sie die neue Einrichtung in unserem Egerland-Kulturhaus bei Ihren Besuchen und Ausfahrten ins Fichtelgebirge und ins Egerland. Besuche von Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache gerne ermöglicht werden.

Frau Veit und Frau Kachaniuk freuen sich auf Ihren Besuch.

Volker Jobst

Öffnungszeiten des Cafes:
Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr

Kontakt:
Telefon: 06231/501280
Email: museumscafe@marktredwitz.de